Bottwartalbahn Bottwartalbahn

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Die einstige legendäre schmalspurige Lokalbahn -
Künftige moderne attraktive Regionalstadtbahn?

 



Schön war es bei der Bus-Exkursion der Marbacher Zeitung nach Oberschwaben!
Mehr dazu unter Aktuelles/Archiv. Danke dem Zeitungshaus für die Veranstaltung, die bei den Gästen aus dem Raum Marbach sehr gut ankam



Eine moderne Bottwartalbahn - eine Option zu einem Instrument kommunaler Daseinsvorsorge, das vielleicht bis in einigen Jahren als sehr wünschenswert betrachtet werden wird. Die Weichenstellungen dazu könnten nach und nach eingeleitet werden (siehe diese Rubrik weiter unten)


Bahndenkmal Oberstenfeld eingeweiht
Clevere Infrastruktur vor 120 Jahren
Weiteres "technisches Trittsteinbiotop" am Bahnwanderweg 


Seit 14. Juli 2016 grüßt auf Markung Oberstenfeld ein weiteres Bahn-Kleindenkmal. Wir freuen uns sehr über die Einweihung durch Bürgermeister Markus Kleemann - auf dem Foto der dritte Mann von links auf dem Gleis, leicht gebückt mit dem "Kramper" in der Hand. Der Gemeinderat hatte im April 2016 unserem Vorhaben zugestimmt, und Markus Kleemann hat es freudig unterstützt. Wir danken ihm, den Räten sowie dem Bauhof Oberstenfeld für die Pfostenlöcher im schwierigen Untergrund, auf dem man - was wohl? - auf Bahnschotter stößt, natürlich auf den von vor 50 Jahren, und  für den Spendenaufruf im Gemeindeblatt. Wir freuen uns über die breite Unterstützung: der Firma bmk Steinbruchbetriebe, Talheim, für die Schotterspende und die kostenlose Zufuhr - es ging immerhin um 12 Tonnen Material für die 9 Meter Gleisjoch -, dem Bauunternehmen Erich Ungerer, Oberstenfeld, für den engagierten Einsatz zum kurzfristigen Transport des Gleisjoches aus Steinheim, sowie der Beschriftungsfirma Graf, Oberstenfeld. Natürlich gilt unser Dank nicht weniger den Geldspendern, die uns bei der Kostenseite den Rücken freihalten.

Mehr über das Denkmal unter Aktuelles/Kleindenkmale.

Da wir kein Verein sind: Wenn Sie Interesse haben, unterstützen Sie bitte das Vorhaben weiter mit einer Spende an die Gemeinde Oberstenfeld, die freundlicherweise die Spendenbescheinigungen ausstellt:

Stichwort: Tourismusförderung – Eisenbahn-Kleindenkmal Gemarkung Oberstenfeld.
Bankverbindung: Kreissparkasse Ludwigsburg DE29 6045 0050 0004 0061 10       
SOLADES1LBG   Bitte geben Sie auf der Überweisung Ihre Anschrift an.
Siehe dazu auch unseren Handzettel (PDF). 


Seit 14. Juni 2016: Neue Serie von Informationstafeln
"Bahnrundgang" in Beilstein eingeweiht
Vier markante Punkte um den einstigen Bahnhof

In Beilstein vor der alten Bahnhofstreppe: Die Initiatoren und Spender präsentieren eine der neuen Infotafeln. Vier davon finden sich nun um das einstige Bahnhofsgelände: am südlichen und nördlichen Ende des Fußweges "Alte Bahn", als zentrale Tafel mit Lageplan an der Ecke Bahnhofstraße/Heerweg/Dammstraße, sowie rechts der Dammstraße am ehemaligen Eisenbahner-Dienstwohngebäude (Dammstraße 6), heute Steuerberater Kaufmann und Wottawa. Die vier Tafeln beschäftigen sich journalistisch-informativ mit folgenden Blickwinkeln: dem Rollschemelbetrieb, der Bedeutung der Bahn für den Tourismus in Beilstein, mit der Rolle als Arbeitgeber für Beilstein sowie dem Charakter als Bahnknotenpunkt des Bottwartal-Schozachtal-Netzes mit Lokomotivstation. Bürgermeister Patrick Holl sowie die ehrenamtlichen Akteure H.-J. Knupfer und Oliver Kämpf würdigten die Aufstellung der Tafeln, die kein trockenes Wissen und (an einer solchen Stelle) unnötig detailgenaue Faktenauflistungen vermitteln, sondern in erster Linie als Appetitmacher für weiteres Interesse der Betrachter dienen sollen.

Zwei zusätzliche Tafeln stehen in der Albert-Einstein-Straße nach der Stadthalle auf Höhe des Sportplatzes sowie am Scheitelpunkt der Bahn an der Landstraße nach Auenstein. Die beiden letzteren Tafeln gehören formal nicht zum "Bahnrundgang" innerhalb von Beilstein, sondern bilden bereits weitere Bausteine für die nach und nach entstehende durchgehende Beschilderung des Bahnwanderweges Marbach - Beilstein - Heilbronn. Auf dem Foto ganz rechts der Beilsteiner Alt-Eisenbahner Erhard Kunz, der 1968 als Lokheizer für die letzten Betriebsmonate der Bottwarbahn einsprang. - Wir danken allen Spendern - sie sind auf den Tafeln genannt - und der Stadt Beilstein für die engagierte Unterstützung. Wo die Tafeln stehen, entnehmen Sie dem Lageplan Beilstein (Pdf). Die Standorte aller Tafeln, Kleindenkmale und Relikte insgesamt finden Sie im  Übersichtsplan (Pdf). Und warum zeigen wir die Tafeln selbst nicht im Internet? Weil wir wollen, dass Sie die schöne Gegend zwischen Marbach, Beilstein und Heilbronn besuchen!  


Die Lok aus Steinheim ist verschwunden - zurück in ihre alte Heimat Oberschwaben.

Näheres siehe "Aktuelles" -> Spalte herunterollen bis "Archiv"


Unsere neueste Broschüre ist erschienen
Friedliche Kriegslok
Die Dampflokomotive 99 651, Steinheim an der Murr und die Bottwartalbahn

Näheres siehe Rubrik Produkte
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Druckfrisch erschienen! Neue Broschüre
Von der Kraftwerksbahn zum Radweg
Aus der Geschichte der Anschlussbahn des Dampfkraftwerks Marbach am Neckar

Werk Marbach der einstigen Energieversorgung Schwaben (EVS)
Ein Appendix der Bottwartalbahn | Veröffentlichung v
on Wolfram Berner

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit, indem Sie dieses gut gemachte Erzeugnis bestellen! Näheres siehe Rubrik Produkte


Goldrichtig läge die Haltestelle einer neuen Bottwartalbahn für Beilstein (etwa bei "B 1") bei dieser aktuellen Grobplanung des Gemeindeverwaltungsverbandes. Näheres siehe Regionalstadtbahn/Gründe für das Ziel


Verpasste Zukunft? -  Doch die Chance liegt weiter vor der Haustür


Tempo 80 bis 90, bequeme Niederflurwagen, so breit wie ein Stadtbahnwagen aus Karlsruhe, Heilbronn oder Stuttgart, abgasfreier und fast lautloser elektrischer Betrieb: So - wie hier aktuell bei der Mariazellerbahn bei Sankt Pölten, auf der gleichen Spurweite wie im Bottwartal - könnte heute die moderne Schmalspurbahn im Bottwartal aussehen, wenn man nicht 1968 das falsche Schwein geschlachtet hätte. Und heute wäre es dem Fahrgast gleich, welche Spurweite die Bahn hätte, Hauptsache man reist flott und zeitgemäß. Nicht die Schmalspurbahn war im Bottwartal das Problem (es wurde aber zu einem solchen hochstilisiert), sondern der damals fehlende Wille des Betreibers Bundesbahn, die klar aussagte, sie werde die Bottwarbahn auf jeden Fall aufgeben, gleich welche Spurweite sie habe (!). Heute steht die Schmalspur nicht mehr zur Diskussion - aber die Verlängerung der Regionalstadtbahn Heilbronn (keine "S-Bahn"!) zu einem Südast böte sich an, vor allem nachdem es bereits einen Nordast gibt, der somit nun ein verkehrlich ergänzendes Gegenstück gut vertragen könnte. Foto: Ralf Kirion (2014)


Zeit-Schiene - Zum zeitlichen Rahmen einer möglichen Bahnreaktivierung
Die Darstellung beruht auf unverbindlichen, aber realistischen Erfahrungswerten vergleichbarer, bereits umgesetzter Vorhaben. Man erkennt, dass der Zeitrahmen großzügig erscheint, de facto jedoch viel ständige Arbeit nötig ist, um das Ziel innerhalb einer solchen denkbaren Frist (oder auch später) zu erreichen, sofern dies von Seiten von Bürgern und Kommunen als wünschenswert erachtet werden sollte. Klar ist: Die Handlung muss durch konkrete Entscheidungen vor Ort erfolgen. Von Stuttgart oder Berlin kommt nichts ohne Beschlüsse, Einigkeit und Anträge von der regional-kommunalen Seite.
'Wer etwas bewegt sehen will, muss sich selbst bewegen' | Sokrates


Zeitrahmen: Diese Vorlage als Pdf


Wie viel Platz braucht die neue Bahn?
Das so genannte Lichtraumprofil für eine Regionalstadtbahn (keine "S-Bahn")

Die Wagen einer Regionalstadtbahn - die Lösung für das Bottwartal, das gleiche System wie bei der Stadtbahn Heilbronn - orientieren sich an der Straßenverkehrsordnung (StVO): Daher sind ihre Wagen maximal 2,65 m breit. Das sorgt innen für ein effizientes Platzvolumen (Sitzteiler 2 + 2 wie in der Eisenbahn oder S-Bahn, nur etwas weniger Sitzbreite). Außen bewirkt es, dass die Stadtbahn überall dort durchkommt, wo von der Breite her auch ein Bus Platz fände. Praktisch gerechnet: Zur Wagenbreite sind im Straßenverkehr beidseitig mindestens 0,5 m Abstand nötig, zusammen also rund 4 m. Mehr nicht! Denn für das Bottwartal genügt eine eingleisige Strecke - mit Ausweichstellen (so genannten Kreuzungsstationen) in mehreren Orten. Für Beilstein empfiehlt sich eine solche Kreuzungsstelle, da von der Fahrplansymmetrie her hier sich die Züge aus beiden Richtungen Heilbronn und Marbach treffen werden, bzw. da auch bei zunächst nur einem Streckenast hier die Wendestelle sein wird, mit dem fallweisen Bedarf, gleichzeitig einen zweiten Zug am Bahnsteig auf einem zweiten Gleis unterzubringen.

Nachhaltig, konsequent und noch mehr zukunftsorientiert wäre es allerdings, für die Strecke bzw. Trasse eine Profilbreite von 5 m vorzusehen (wenn man heuer keinen "Fehler" machen möchte - als solcher wird ja gerne, wenn auch nicht wirklich zurecht, der frühere Bau der Schmalspurbahn bezeichnet).  Denn mit einer Profilbreite von 5 m wäre die spätere Ausbaumöglichkeit, doch einmal die S-Bahn von Stuttgart zu verlängern, optional grundsätzlich schon teilweise gegeben. Dies würde aber nur zwingend nur funktionieren, wenn der Einstieg als Regionalstadtbahn erfolgt.

Eine Regionalstadtbahn ist rechtlich eine Straßenbahn (auch wenn sie nicht  a u f   der Straße fährt, wohl aber "im Straßenraum", d.h. vorwiegend neben der Straße oder in deren Sichtweite, wie es im Bottwartal meist der Fall wäre). Nur der Neubau einer solchen "Straßenbahn" ist in einer kleinräumigen umd empfindlichen Siedlungsstruktur wie dem Bottwar- und Schozachtal realistisch (Rechtsgrundlage: deutsches Bundesrecht in Gestalt der Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen, kurz BO Strab). Seit 20 Jahren werden in Deutschland Dutzende von Kilometern solcher Überland-Regionalstadtbahnen gebaut, aber so gut wie kein Kilometer S-Bahn. Denn eine S-Bahn ist de facto und de jure eine normale Eisenbahn (Rechtsgrundlage: Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung, EBO) - mit allen massiv höheren und wesentlich teureren Ansprüchen an die Infrastruktur, nach europäischen Eisenbahnrichtlinien (!). Dies scheidet für das Bottwar- und Schozachtal für einen Neubau aus.

Die Begrifflichkeit "(Regional-) Stadtbahn" und "S-Bahn" sollte daher klar unterschieden werden. Denn wer eine "S-Bahn" nach Beilstein fordern wollte, müsste sich von Fachleuten sagen lassen, dass dies nicht realistisch ist. Das heißt jedoch nicht, dass gar keine Bahn in Frage kommt - im Gegenteil. Die Frage muss aber mit dem richtigen Begriff gestellt werden: Die Regionalstadtbahn (RSB), international heute auch als Tram-Train bekannt, ist das Maß der Dinge (nicht eine "S-Bahn").

Mit einer Steigungsfähigkeit von bis zu etwa 9 % ist der Tramtrain an die Topografie enorm anpassungsfähig (Stuttgart: 8,5 % im täglichen Betrieb). Straßenfahrzeuge wären damit wetterabhängig überfordert, die Bahn nicht. Die früheren relativ flachen Neigungen, in welcher man vor 100 und 120 Jahren die dampfbetriebenen Lokalbahnen anlegte, mit Rücksicht auf die Güterzüge und den teuren Kohleverbrauch, ist heute nicht mehr nötig. Die alte Trassierung der Bottwarbahn war zwar hervorragend ortsnah angelegt (was auch so bleiben sollte). Von den Steigungen her muss aber keine Rücksicht genommen werden. Wobei flache Neigungen selbstverständlich auch heute energiesparender und materialschonender sind.

 


Kommentare:
Benjamin Blüml: Sehr geehrter Herr Knupfer,

ich möchte ihnen bzw. auch allen anderen, die mit an dieser Internetseite arbeiten, ein riesiges Lob aussprechen! Was für eine tolle Art und Weise, der leider nicht mehr erhaltenen Bottwartalbahn zu gedenken! Da ich selbst aus einer Stadt im Bottwartal stamme, lag mir die Bahn seit Kindertagen sehr am Herzen. Obwohl ich zu jung bin, um sie noch "live" miterlebt zu haben. Ich musste mich also schon immer an den noch erhaltenen Relikten erfreuen bzw. mich über die Modellbahn in die aktive Zeit zurückversetzen. Mit dieser Website und den vielen darin enthaltenen Informationen kann ich das alles noch besser!

Vielen Dank und weiter so!!!

B. Blüml (29.03.2016)

Jürgen Standfuß: Moin,

da kann und muß ich meinem Vorredner ohne Wenn und Aber zustimmen. Da haben Sie eine ganz hervorragende Arbeit beleistet, die auch mich eben durch diese Seite ein großes Stück weit in meine Kinderzeit in Marbach zurückversetzt.
Ich danke Ihnen von ganzem Herzen!

Jürgen Standfuß (02.04.2016)

Andreas Bode: Hallo Herr Berner und Herr Knupfer,

herzlichen Dank für alle Ihre Aktivitäten um diese Bahnstrecke. Insbesondere Herrn Berner für seine Veröffentlichung der Kraftwerksbahn.Machen Sie bitte weiter so ! Mit großem Interesse habe ich diese zur Kenntnis genommen.
Eine Pflichtlektüre für alle heimatverbundenen Bottwartäler.
Übrigens veranstaltet die Öchslebahn im Juli ein Benefizkonzert für die Wiederaufbereitung der Diesellok V 51 903. Diese ist im Bottwartal gefahren. Wäre super, wenn Sie auf Ihrer Seite auch auf diese Veranstaltung hinweisen könnten. Es finden sich sicherlich einige Leute die das gerne unterstützen.

Viele Grüße

Andreas Bode (23.04.2016)

 
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