Bottwartalbahn Bottwartalbahn

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Die einstige legendäre schmalspurige Lokalbahn -
Künftige moderne attraktive Regionalstadtbahn?


Donnerstag, 26. April 2018 | 19.30 Uhr | Gasthaus Ochsen, Beilstein, Hauptstraße 36
Einladung zur Vorstellung der Broschüre
’TramTrain Bottwartal | BahnNetzWerk Beilstein‘
Bahnnetzwerk Beilstein | Heilbronn - Schozachgau - Marbach
Auszüge aus unserem grafischen Vortrag mit Textteil | Ca. 40 Seiten A4 

Zu der oben genannten Veranstaltung laden wir herzlich ein!  Bürgermeister Holl, Beilstein, hat dankenswerterweise zugesagt, dass er zu dieser Vorstellung zugegen sein wird.

Die Broschüre kann für ein Schutzentgelt von 3 Euro erworben werden:
:: Bereits am Abend der Vorstellung vor Ort
:: Per Postversand zuzüglich Versandkosten von 1,50 Euro. Eine Rechnung wird der Postsendung beigefügt.
:: Per Vorbestellung über berner@bottwartalbahn.de – wir versenden dann etwa ab dem 26. April per Post und Rechnung
:: Voraussichtlich bei örtlichen Verkaufsstellen in der Region, diese geben wir noch bekannt.

Die Broschüre enthält die grundlegenden Informationen, wie man heute Regionalstadtbahnsysteme plant. Sie zeigt - an ausgewählten Beispielen - wie die Zweisystemstadtbahn Heilbronn fahrgastfreundlich und nutzernah über Beilstein nach Marbach verlängert werden kann - mit Bündelungstrassierung, guter Einfügung in die vorhandene Siedlungsstruktur, optimaler Verknüpfung von Bahn und Bus und minimalem Aufwand an Ingenieurbauwerken. Die Beispiele sind völlig konkret und orientieren sich sämtlich an bereits vorhandenen Lösungen bei anderen Stadtbahnstrecken im Bereich Heilbronn/Karlsruhe/Stuttgart, die sich seit langem sehr gut bewähren.


Februar 2018 | Der ÖPNV braucht mehr Aufmerksamkeit - aber vor allem mehr Geld und mehr politische Fachkenntnis
Freifahrt im Öffentlichen Nahverkehr? Eine Replik


Montag, 5. Februar 2018 | Fachvortrag | Karlsruhe, Betriebshof AVG/VBK
Eine neue Bottwartalbahn?
TramTrain Bottwartal: Eine mögliche Ausdehnung des Zweisystemnetzes der AVG
Veranstalter: Verein Treffpunkt Schienennahverkehr Karlsruhe | Handzettel als Pdf
Vortragende: Wolfram Berner und H.-J. Knupfer


24. November 2017 | Kreis Ludwigsburg vergibt Planungsauftrag
Neue Untersuchung zur Bottwartalbahn

Der Ludwigsburger Kreistag hat am 24. November 2017 beschlossen, dass eine neue Standardisierte Bewertung für eine Bahnverbindung Marbach - Beilstein - Heilbronn vergeben wird. Machbarkeit und Finanzierbarkeit in Form der Zuschusswürdigkeit werden durch diese Studie grundsätzlich geprüft. Der Kreis Ludwigsburg folgt damit dem entsprechenden Votum, das der Kreis Heilbronn bereits vor etlichen Tagen abgegeben hatte. 2004 war bereits schon einmal eine solche Bewertung verfasst worden, damals mit eher negativ-knappem Ergebnis. Aus heutiger Sicht gelten die Ausgangsbedingungen nunmehr als wesentlich besser.
Meldung der Marbacher Zeitung (Stuttgarter Zeitung) vom 25.11.2017
Vorkommentar der Marbacher Zeitung vom 24.11.2017


Zeit-Schiene - Zum zeitlichen Rahmen einer möglichen Bahnreaktivierung
Die Darstellung beruht auf unverbindlichen, aber realistischen Erfahrungswerten vergleichbarer, bereits umgesetzter Vorhaben. Dafür sind etwa zwölf Jahre realistisch. Ein wesentlich längerer Zeitraum ist nicht nötig - es sei denn, man möchte die Bahn gar nicht so schnell. Das Vorhaben Bottwartalbahn zwischen Marbach, Beilstein und Heilbronn ist nicht einfacher, aber auch nicht schwieriger als bisherige vergleichbare Vorhaben in den Regionen Stuttgart oder Heilbronn-Franken. Man erkennt, dass der Zeitrahmen großzügig erscheint, de facto jedoch viel ständige Arbeit nötig ist, um das Ziel innerhalb einer solchen denkbaren Frist (oder auch später) zu erreichen, sofern dies von Seiten von Bürgern und Kommunen als wünschenswert erachtet werden sollte. Klar ist: Die Handlung muss durch konkrete Entscheidungen vor Ort erfolgen. Von Stuttgart oder Berlin kommt nichts ohne Beschlüsse, Einigkeit und Anträge von der regional-kommunalen Seite.
Für "Zwischenlösungen" mit provisorischen Einzelmaßnahmen für andere Verkehrsmittel bleibt also eigentlich keine Zeit. Dazu kommt: Der Zuschussgeber fördert nur ein Vorhaben pro Verkehrsachse innerhalb des Abschreibungszeitraumes. Außerdem müssen sich gegenüber dem Zuschussgeber alle Gemeinden einig sein, was sie wollen. Eine Zuschussinvestition in eine Zwischenlösung würde bedingen, dass mit dem Zuschussgeber über das "Hauptprojekt" überhaupt erst nach Ende der Abschreibungszeit der Zwischenlösung gesprochen werden kann, also frühestens zehn Jahre nach dem Bau einer Zwischenlösung, für die ihrerseits auch nochmals zwei bis vier Jahre Planungs-, Beschluss-, Bewilligungs- und Bauphase anzusetzen wären. In dieser Gesamtzeit könnte auch das Bahnprojekt verwirklicht werden, falls sich die Kommunen dazu entschließen wollten. Daher kann es für die Zukunft des Nahverkehrs auf der Bottwartalachse nur eine Entscheidung geben.
'Wer etwas bewegt sehen will, muss sich selbst bewegen' | Sokrates

Datei als Pdf


Seit September 2017: Wagen 132 wieder in Oberschwaben
Personenwagen der Bottwartalbahn gelangt zur Öchslebahn
Verein Jagsttalbahnfreunde verdient Unterstützung für sein Entgegenkommen

Am 7. September 2017 gelangte der einstige Personenwagen 132 des Systems staatliche württembergische Schmalspurbahnen nach Ochsenhausen. Die Jagsttalbahn hat den Wagen an die Öchsle-Museumsbahn abgegeben. Dort wird der Wagen, der in schlechtem Zustand ist, früher oder später saniert werden und wieder in Betrieb gehen. Damit gelangt ein originaler Personenwagen des württembergischen Lokalbahnsystems zur einzigen erhaltenen Linie dieses Systems. Dies ist das erste Mal der Fall.
Der Wagen hatte im Jagsttal von 1967 bis 1988 unter der Nummer MD 2 zunächst dem Schülerverkehr und dann dem Touristikverkehr gedient und dort der landeseigenen Südwestdeutschen Eisenbahn-Gesellschaft SWEG gehört (heute Südwestdeutsche Verkehrsgesellschaft). Gebaut worden war der BCi 132 er im Jahr 1896 gemeinsam mit zwei gleichartigen Exemplaren für die Schmalspurbahn Schussenried - Buchau in Oberschwaben. Dies war die Erstausstattung der Buchauer Bahn und lange Jahre der einzige Personenwagenbestand. Später gelangte der Wagen auf andere Strecken des staatlichen Schmalspursytems. So war er lange auf der Zabergäubahn im Einsatz und zum Schluss bis 1966 auf der Bottwartalbahn, bevor ihn Anfang 1967 die SWEG übernahm. Nach der vorläufigen Betriebseinstellung im Jagsttal 1988 konnte sich mangels Zuständigkeit zunächst für lange Zeit niemand um den Wagen kümmern, so dass er zu verfallen begann. Nachdem der Verein Jagsttalbahnfreunde schließlich Eigentümer des vormaligen SWEG-Fahrparks wurde, ließ der Verein den Wagen mit einer soliden Plane abdecken, um eine weitere Verschlechterung des Zustandes zu verhindern. Inzwischen trafen sich die Interessen der beiden Museumsbahnvereine dergestalt, dass grundsätzlich ein Tausch zwischen einem der Schotterwagen der Öchslebahn und dem Wagen 132 möglich wurde. Bei der Jagsttalbahn ist weiterhin der mit dem 132 baugleiche Wagen ex 126 vorhanden (Wagennummer im Jagsttal: MD 1). Dieser ist in besserem Zustand und besitzt noch die originale württembergische Inneneinrichtung, der 132 nicht. Damit ist im Jagsttal weiterhin ein Vertreter des Fahrparks zum geschichtlichen Aspekt Gebrauchtkäufe und Schülerverkehr vertreten.

Der Wagentyp BCi ist für das System staatliche württembergische Schmalspur von außerordentlicher Bedeutung: Diese Bauart vereinte eine ungewöhnlich große Wagenlänge, ungewöhnlich große einteilige Fenster, die ungewöhnliche Einrichtung von Sitzplätzen auch im Freien (auf den offenen Wagenbühnen), den für Lokalbahnen eher ungewohnten Komfort auch der zweiten Wagenklasse (daher der Gattungsbuchstabe B) neben der üblichen dritten Klasse (Buchstabe C). Hintergrund war die offensichtliche Absicht der Staatsbahnverwaltung, ein außerordentlich geräumiges, ästhetisches und attraktives Fahrzeug zu schaffen, das besonders für die neue Teil-Zielgruppe Tourismus ausgelegt war und für die weitere Verbreitung des Systems württembergische Schmalspur werben sollte - eine Art Ganzjahres-Sommerwagen. Aus der großen Wagenlänge von über zehn Metern bei nur zwei Achsen - das war die gleiche Dimension wie um 1890 der längste württembergische Personenwagen für den Lokalverkehr auf der Vollspur (!) - resultierte ein außerordentlich günstiger Faktor für das Verhältnis von Fahrzeuggewicht zu Nutzlast (Sitzplätze) sowie der Energieeffizienz. Die Ingenieure der Maschinenfabrik Esslingen gingen mit diesem Konstrukt also an die Grenzen des technisch Machbaren. Dank der damals gerade eingeführten Lenkachsen der Vereinsbauart waren diese Wagen jedoch ausreichend bogenläufig und bewährten sich gut. Mit diesen Wagen - und dem sonstigen strikt einheitlichen und enorm leistungsfähigen Wagenpark - bildete das System staatliche württembergische Schmalspur seinerzeit, vor 120 Jahren, das modernste und effizienteste Lokalbahnsystem der Erde. Bis zur Auflassung des öffentlichen Personenverkehrs auf der Öchslebahn 1964 war dort bis zum Schluss auch ein Wagen der Type BCi im Einsatz, wenn auch keines der heute erhaltenen beiden Fahrzeuge. Der Dank aller Schmalspurliebhaber gilt dem Verein Jagsttalbahnfreunde für sein Entgegenkommen – und der Verein freut sich weiterhin über Unterstützung. Dass der Fahrzeugpark im Jagsttal langsam aber sicher Fortschritte macht, davon darf sich jeder im Lokschuppen Dörzbach z.B. beim Denkmalstag am 10. September 2017 überzeugen. 

www.jagsttalbahn.de  |  Spendenkonto IBAN: DE74 6209 1800 0008 9500 08


Kommentare:
Benjamin Blüml: Sehr geehrter Herr Knupfer,

ich möchte ihnen bzw. auch allen anderen, die mit an dieser Internetseite arbeiten, ein riesiges Lob aussprechen! Was für eine tolle Art und Weise, der leider nicht mehr erhaltenen Bottwartalbahn zu gedenken! Da ich selbst aus einer Stadt im Bottwartal stamme, lag mir die Bahn seit Kindertagen sehr am Herzen. Obwohl ich zu jung bin, um sie noch "live" miterlebt zu haben. Ich musste mich also schon immer an den noch erhaltenen Relikten erfreuen bzw. mich über die Modellbahn in die aktive Zeit zurückversetzen. Mit dieser Website und den vielen darin enthaltenen Informationen kann ich das alles noch besser!

Vielen Dank und weiter so!!!

B. Blüml (29.03.2016)

Jürgen Standfuß: Moin,

da kann und muß ich meinem Vorredner ohne Wenn und Aber zustimmen. Da haben Sie eine ganz hervorragende Arbeit beleistet, die auch mich eben durch diese Seite ein großes Stück weit in meine Kinderzeit in Marbach zurückversetzt.
Ich danke Ihnen von ganzem Herzen!

Jürgen Standfuß (02.04.2016)

Andreas Bode: Hallo Herr Berner und Herr Knupfer,

herzlichen Dank für alle Ihre Aktivitäten um diese Bahnstrecke. Insbesondere Herrn Berner für seine Veröffentlichung der Kraftwerksbahn.Machen Sie bitte weiter so ! Mit großem Interesse habe ich diese zur Kenntnis genommen.
Eine Pflichtlektüre für alle heimatverbundenen Bottwartäler.
Übrigens veranstaltet die Öchslebahn im Juli ein Benefizkonzert für die Wiederaufbereitung der Diesellok V 51 903. Diese ist im Bottwartal gefahren. Wäre super, wenn Sie auf Ihrer Seite auch auf diese Veranstaltung hinweisen könnten. Es finden sich sicherlich einige Leute die das gerne unterstützen.

Viele Grüße

Andreas Bode (23.04.2016)

 
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